Generalversammlung: Namensänderung beschlossen

Nach 60 Jahren erhält der Behinderten-Sportclub Winterthur einen neuen Namen. Letztes Jahr war von einem Mitglied ein Antrag zur Namensänderung eingereicht worden. Allerdings zu spät, so dass nur eine unverbindliche Umfrage gemacht werden konnte. Damals war eine grosse Mehrheit gegen eine Namensänderung. An der diesjährigen GV am 27. März im Café Restaurant Urban in Winterthur sah es ganz anders aus. Der Antrag figurierte auf der Traktandenliste, und PluSport-Präsident Peter Keller, seines Zeichens auch BSW-Mitglied, argumentierte aus Sicht des Landesverbandes für einen Wechsel. 14 Anwesende sprachen sich für die Beibehaltung des bisherigen Namens aus. Sie wurden aber von den Befürwortern deutlich überstimmt. Mit 46 Stimmen wurde auch die für die Statuten-Änderung nötige Zweidrittels-Mehrheit erreicht. Neu heisst unser Verein also PluSport Behindertensport Winterthur.

Zur 60. GV konnte das Co-Präsidium Peggy Bächli und Markus Büchi 62 Stimmberechtigte und 9 Gäste begrüssen. Mit Edwin Bölsterli und Kari Frei befanden sich zwei ehemalige Präsidenten darunter, sowie der bereits erwähnte PluSport-Präsident, der dem BSW ein Geburtstags-Geschenk überreichte.

Trotz der grossartigen Spende der Fussballfreunde Neerach resultierte ein Defizit in der Vereinskasse, das von Kassier Matthias Dicht erklärt wurde. Die Jahresrechnung wurde einstimmig genehmigt. Auch für 2019 ist ein Verlust budgetiert. Nicht zuletzt deshalb gab es keine Diskussionen, als der Vorstand eine Erhöhung des Mitgliederbeitrages auf 70 Franken vorschlug. Sogar damit gehört der BSW noch zu den günstigsten Vereinen.

Aus dem Vorstand verabschiedet wurde Albert Büchi. Er trat 1992 in den BSW ein und wurde 1994 zum Aktuar gewählt. Dieses Amt bekleidete er bis 2015. Danach vertrat er im Vorstand noch das Ressort Sitzball. Da sich die Sitzballgruppe Ende 2018 auflöste, braucht sie keine Vertretung mehr im Vorstand. Büchi wurde bereits 2014 zum Ehrenmitglied ernannt und an der diesjährigen GV mit einem Geschenk bedacht. Man werde seine Sprüche und Witze vermissen, hiess es seitens des Vorstandes. Er wird aber weiterhin für Internet-Einträge und Zeitungsberichte zur Verfügung stehen.

Zum «BSWler des Jahres» wurde Manuela Canonica erkoren, die an den National Games 2018 in Genf zwei Goldmedaillen erschwommen hatte. Für langjährige Mitgliedschaft wurden insgesamt 14 Damen und Herren geehrt. Besondere Erwähnung erhielt Erwin Reich, der seit sage und schreibe 50 Jahren BSW-Mitglied ist! Er konnte leider nicht an der GV teilnehmen.

Showdown Schweizermeisterschaft

Vom Freitag 15. bis Sonntag 17. Februar 2019 fand im Hotel Landhus in Zürich Seebach die erste offizielle Schweizermeisterschaft im Showdown statt. Unter der Leitung des Swiss Showdown Head Referees Stephan Dütsch kamen die beiden nationalen Referees Pius Portmann und Konrad Schlatter zum Einsatz. Die 3 Herren wurden von Ingrida Gabrialaviciute aus Litauen unterstützt, die dem Turnier einen internationalen Touch einhauchte. Alle Spiele wurden in Englischer Sprache geleitet. Die 7 teilnehmenden Damen sowie die 8 Herren von den 3 Showdown-Teams Bern, Winterthur und Ostschweiz wurden in je eine Gruppe eingeteilt. So ergaben sich 2 Vollrunden und jeder spielte gegen jeden in seiner Kategorie.

Bereits am Freitag blieb die erste Überraschung nicht aus. So verlor der als Nummer 2 klassierte Stefan Hofmann in 2 Sätzen 7:12; 6:12 gegen Urs Riediker. Bei den Damen unterlag am Samstag zur Überraschung aller die topgesetzte Rita Dütsch Barbara Trudel in 2 Sätzen mit 10:12; 6:11

Die Damenkonkurrenz war sehr ausgeglichen. Am Schluss lagen 3 Spielerinnen mit je 5 Siegen an der Spitze. Gemäss Reglement entschied das Satzverhältnis. Nach dem letzten Spiel mussten sich die Spielerinnen gedulden. Erst an der Siegerehrung lüftete Stephan Dütsch das Geheimnis und kürte Barbara Trudel zur 1. Schweizermeisterin. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten Rita Dütsch und Antonella Zanatta.

Sehr souverän spielte die Nummer 1 bei den Herren, Marc Sommer. Während des ganzen Turniers gab er keinen Satz ab. So gewann er überlegen mit einem Satzverhältnis von 14:0 und einem Punkteverhältnis von 163:41. Hinter ihm klassierten sich mit je 5 Siegen Kurt Halbheer auf dem 2. und Josef Stöckli auf dem 3. Platz. Die Direktbegegnung entschied zugunsten von Kurt.

Rahmenprogramm

Am Freitagabend zeigten die Referees in einem Teamcup zum Gaudi aller anwesenden ihr bestes Showdown. Das Team von Ingrida und Stephan hatte die besseren Nerven und gewann beide Partien. Am Samstagabend durften wir ein Konzert von Edinson (Piano) und Jeremias (Gitarre und Gesang) geniessen.

Ein grosses Dankeschön gehört den Schiedsrichtern und den vielen Helferinnen und Helfern, ohne die das Turnier nicht so tadellos hätte durchgeführt werden können. Ebenso in den Dank eingeschlossen ist das ganze «Landhus Team». Wir fühlten uns über die Dauer des gesamten Anlasses als willkommene und gerngesehene Gäste im Hause. Zum Schluss sei auch allen Spielerinnen und Spielern gedankt, die dem Motto des Anlasses vollauf nachgelebt haben: Mit Freunden die Freude am Showdown teilen.

Ranglisten

Damen
1. Trudel Barbara – BSW Winterthur
2. Dütsch Rita – BSW Winterthur
3. Zanatta Antonella – Showdown Club Bern
4. Monsch Elsbeth – Showdown Club Bern
5. Gatti Claudia – Showdown Club Bern
6. Wüthrich Hanni – Showdown Club Bern
7. Liechti Andrea – Showdown Club Ostschweiz (Forfait)

Herren
1. Sommer Marc – BSW Winterthur
2. Halbheer Kurt – Showdown Club Ostschweiz
3. Stöckli Josef – BSW Winterthur
4. Hofmann Stefan – BSW Winterthur
5. Frei Walter – BSW Winterthur
6. Herren Beat – Showdown Club Bern
7. Wüthrich Hansueli – Showdown Club Bern
8. Riediker Urs – BSW Winterthur

Vorstand bereitet sich auf die GV vor

Verhältnismässig spät traf sich der Vorstand am 21. Februar zur ersten Sitzung in diesem Jahr. In Hinblick auf die GV vom 27. März gab es viele Punkte zu besprechen. Schliesslich befindet sich der BSW ja auch in einem Jubiläumsjahr, er wurde vor 60 Jahren gegründet. Das soll gefeiert werden.

An der letzten GV wurde angeregt, den Vereinsnamen zu ändern. Da der Antrag zu spät eingereicht worden war, konnte nicht darüber abgestimmt werden. An dieser GV werden die Mitglieder entscheiden können, ab der bisherige Name (Behinderten-Sportclub Winterthur) beibehalten oder ob der von vielen Vereinen verwendete „Zusatz“ PluSport verwendet werden soll. Vielleicht gibt es sogar noch andere Anträge aus dem Verein.

Für Albert Büchi war dies die letzte Vorstandssitzung. Da das Ressort Sitzball nicht mehr existiert, muss Büchi dieses nicht mehr im Vorstand vertreten. Das Gremium wird aber nicht kleiner, denn es sind neue Sportarten dazugekommen, die im Vorstand präsent sein sollten.