Special-Olympics-Unihockeyturnier in Wohlen

Winti vor, noch ein Tor …

17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Behinderten-Sportclub Winterthur, wahrscheinlich so viele wie noch nie zuvor, reisten am Samstag, 24. November zum Unihockey-Turnier nach Wohlen. Die vielen Spielerinnen und Spieler bei Winti waren auch dringend nötig, schliesslich wurden die 12 Minuten pro Match während des ganzen Tages ohne Pause oder Seitenwechsel am Stück gespielt. Eine ermüdende Sache, hätte man eben nicht diese vielen Wechsel-Optionen gehabt.

Die zwei Teams, Winti 1 und Winti 2, starteten in den Kategorien C und D. Selten ging es emotional so weit hoch und so weit runter wie an diesem Tag: Mal führte Winti 2 mit 2:0, verlor am Ende doch noch 3:5, mal lag man früh zurück und gewann am Ende doch noch…

Beide Mannschaften schafften es dazu passend auch erst im Schlussspurt, sich noch für das Klassierungsspiel um Platz 3 zu qualifizieren. Ein weiteres Spiel in der Finalrunde – da war der Tag für den BSW schon fast gewonnen.

Winti 2 spielte gegen die zwyssigstars 2, gegen die man am Vormittag spektakulär 3:5 verloren hatte, und konnte sich ins Penaltyschiessen retten. Leider hatte man da weniger Glück und verlor knapp mit einem Tor Unterschied. Winti 1 spielte im Match um Platz 3 gegen chur unihockey 1, gegen die man am Morgen 1:3 unterlag. Und siehe da, der Glaube an die eigenen Fähigkeiten war intakt und Winti 1 entschied die Partie letztendlich mit 3:1 für sich.

Pokale, Medaillen, Schokolade … all das gab es an der Siegerehrung abzuholen, an welcher Bianca von Winti 2 noch eine spezielle Erwähnung fand: Sie feierte genau an diesem Tag Geburtstag. Das Fazit des Tages: Niemals aufgeben, immer weiter, immer weiter…

Michael Müller

Samichlaus kam mit Ersatz-Schmutzli

Am Samstagabend, 1. Dezember, durfte Co-Präsidentin Peggy Bächli 81 Erwachsene und 14 Kinder zum traditionellen Chlausabend des Behinderten-Sportclubs Winterthur begrüssen. Ihre Bedenken, der Samichlaus könnte angesichts des frühen Termins absagen, waren unbegründet. Er erschien in gewohnter Frische. Allerdings stand ihm nicht der bewährte Schmutzli zur Seite. Der zog an diesem Abend nämlich das Konzert von Gölä im Hallenstadion vor. Der Ersatz war aber ebenso schwarz und ebenso schweigsam. Und auch Trämpeli, das treue Grautier von Samichlaus war wieder dabei.

Seit Jahren geniesst der BSW für seine Chlausfeier Gastrecht im Coop-Restaurant in Winterthur. Einige Damen und Herren in Küche und Service schieben jeweils Überstunden, um die Sportlerinnen und Sportler mit einer Beeinträchtigung, den Vorstand, das Leiterteam und Gäste mit einem Nachtessen zu verwöhnen. Eine fünfköpfige Kapelle sorgt für musikalische Unterhaltung, und alle Teilnehmenden können mit einem prall gefüllten Chlaussäckli den Heimweg antreten.

Albert Büchi

Interessante Leitersitzung

Über 20 Leiterinnen und Leiter nahmen an der Leitersitzung vom 25. Oktober teil. Vor der eigentlichen Sitzung im Restaurant La Bodega stiegen sie in den Keller bei der Kirche Peter und Paul und lernten eine neue Sportart kennen. Seit kurzem ist Showdown ein Ressort im BSW. Dabei handelt es sich um eine Sportart für Blinde und Sehbehinderte. Rita und Stephan Dütsch erklärten den Interessierten die Spielregeln.

Das „Sportgerät“ ist ein Tisch mit Banden und zwei vertieften Toren, ähnlich wie beim Tischfussball. Allerdings fehlen die „Fussballer“. Zwei SpielerInnen stehen sich gegenüber, bewaffnet mit einem Schläger, der an einen Tischtennis-Schläger erinnert. Ziel ist es, einen mit einer Klingel versehenen Ball in das gegnerische Tor zu spedieren. Um die Chancengleichheit zu wahren, tragen die Teilnehmenden Augenbinden. Man muss sich also voll und ganz auf sein Gehör verlassen – und etwas Glück beanspruchen … Die anwesenden Leiterinnen und Leiter übten fleissig und trugen an zwei Tischen Teamwettkämpfe aus. Bei einigen von ihnen war durchaus etwas Talent vorhanden, aber das Gehör müsste sicher noch geschärft werden.

Vizepräsidentin Priska Dicht gab parallel dazu in einem separaten Raum wichtige allgemeine Nothilfe-Tipps. Danach dislozierte man ins Restaurant, wo nach einem warmen Nachtessen neueste Informationen vermittelt wurden. Dabei ging es zum Beispiel über die angedachte Namensänderung sowie den Mechanismus der neuen Unterleistungsverträge.