Kürzlich traf sich der BSW-Vorstand im Restaurant Sagi in Bertschikon-Wiesendangen, um gewissermassen sein Honorar zu vertilgen. Einmal im Jahr dürfen sich die ehrenamtlich arbeitenden Vorstandsmitglieder auf Clubkosten ein feines Essen munden lassen. Daneben werden jeweils auch noch aktuell anstehende Probleme besprochen. Das Vergnügen soll aber im Vordergrund stehen.
Von Spielen, „Power Shot“ und Nusstorten
Special-Olympics-Unihockeyturnier vom 28.4.2018 in Maienfeld
Die wöchentliche Teilnahme an einem Unihockey-Turnier wird für den Behinderten-Sportclub Winterthur schon fast zur Gewohnheit: Nur zwei Wochen nach Altendorf stand der Special-Olympics-Event in Maienfeld auf dem Programm.
Die zwei Mannschaften des BSW waren mit viel Vorfreude ins Bündnerland gereist. Und während der eine oder andere im Zug bei der Aussicht auf den Walensee erst so langsam richtig erwachte, wartete kurze Zeit später in Maienfeld bereits eine volle Halle mit total 170 Spielerinnen und Spieler in 20 Mannschaften auf die Winti- Teams.
Winti United 1, das etwas ersatzgeschwächt angereist war, startete mit vielen Toren in die ersten Spiele, und auch Winti 2 legte sich bei seinen Spielen voll ins Zeug. Maienfelds Stadtpräsident Heinz Dürler liess es sich im Verlaufe des Morgens an der offiziellen Begrüssungszeremonie nicht nehmen, allen Athletinnen und Athleten persönlich viel Glück und möglichst verletzungsfreie Spiele zu wünschen. Von Special Olympics war wie an jedem Unihockeyturnier Franz Ungrad angereist, der den Anlass mit vielen Zuschauerinnen und Zuschauern in nächster Nähe verfolgte und die Teilnehmer gewohnt sympathisch anfeuerte und unterstützte.
Neben dem eigentlichen Turnier konnte sich jede Spielerin und jeder Spieler auch noch beim „Power Shot“ versuchen: Der schärfste Schuss war gesucht, und dieser wurde mit über 130 km/h schliesslich auch gefunden.
Am Nachmittag standen für die Winti-Teams noch zwei Rangierungsspiele an, und während Winti United 1 knapp gegen BTV Chur 1 verlor, konnte Winti 2 die Tessiner Mannschaft von Le Tigri 2 schlagen und das Turnier mit einem Erfolgserlebnis abschliessen.
Die Organisatoren vom UHC Alligator Malans sorgten an der Siegerehrung dafür, dass jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer nicht ohne „Zusatzgepäck“ nach Hause reisen durfte: Medaillen und eine Nusstorte warteten auf jede Mannschaft. Und Winti United 1 freut sich bereits heute auf eine sportliche Revanche gegen das Team aus Chur bei dessen Heimspiel – am Special-Olympics-Unihockeyturnier im Juni.
Michael Müller
Zwanzig Teams, ein Ball und viel Spass
Special-Olympics-Unihockeyturnier vom 14.4.2018 in Altendorf
Wie gross das Unihockey-Team des Behinderten-Sportclubs Winterthur geworden ist, zeigte sich auf dem Weg Richtung Altendorf bereits im Zug: einen halben Wagen füllen die Spielerinnen und Spieler, die Betreuer und die Fans inzwischen. 14 motivierte Sportlerinnen und Sportler bildeten an diesem Tage Winti United 1 und Winti United 2. Und obwohl draussen die Sonne lockte, erwartete die Winterthurer Truppe in der Halle in Altendorf zu früher Morgenstunde bereits eine hervorragende Stimmung.
„Jetzt chribblets aber ziemlich“, meinte eine der Winti-United-Spielerinnen vor dem ersten Match. Von der Nervosität war aber im Spiel nichts mehr zu spüren, vielmehr war es die grosse Motivation, die Winti United 1 anzumerken war. Und so konnte man gegen die Bieler Stürmer nach einem tollen Match auch gleich mit einem Sieg ins Turnier starten.
Winti United 2 hatte eine herausfordernde Gruppe erwischt, die Gegner zeigten sich im Torabschluss sehr effizient. Das erste Qualifizierungsspiel am Nachmittag wurde dafür zu einem grossen Highlight in der „Karriere“ jedes Spielers und jeder Spielerin von Winti United 2: Nach einem hart erkämpften Unentschieden nach regulärer Spielzeit kam es zum Penaltyschiessen, und Torhüter Daniel konnte darin nicht nur alle Schüsse seiner Kontrahenten parieren, seine Kolleginnen und Kollegen verwandelten gleichzeitig alle Bälle souverän.
Das tolle Teamwork bis zum Schluss zahlte sich also auch für Winti United 2 noch aus, und so konnte jedes Mitglied freudig die Geschenke an der Siegerehrung entgegennehmen. Das Turnier in Altendorf war bereits das siebte seiner Art. „Der Aufwand, den ich betreibe, ist jeweils gross. Wenn ich aber die Freude der Teilnehmer sehe, dann entschädigt das für die ganze Arbeit“, sagte Organisator Daniel Reichmuth im „March Anzeiger“.
Dem kann sich der BSW nur anschliessen und bedankt sich bei Daniel und seinem Team für den tollen Anlass. Wir freuen uns bereits heute auf die nächste Austragung!
Michael Müller